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Daten-GAU: Hacker erbeuten 2 Millionen Vodafone-Kundendaten

Wie von Vodafone heute morgen bekanntgegeben wurde, gelang es einem oder mehreren Hackern, bei einem Angriff auf die Firmenserver die Stammdaten von zwei Millionen Kunden zu kopieren. Dieser Angriff habe tief versteckt in der IT-Infrastruktur des Unternehmens stattgefunden und sei nur mit hoher krimineller Energie sowie Insiderwissen möglich gewesen. Der Angriff wurde gemäß der Mitteilung von Vodafone entdeckt, gestoppt und zur Anzeige gebracht.

Laut Vodafone handelte es sich bei den entwendeten Stammdaten um Name, Adresse, Geburtsdatum, Geschlecht, Bankleitzahl und Kontonummer. Auf Kreditkartendaten, Passwörter, PIN-Nummern, Mobiltelefonnummern oder Verbindungsdaten habe der Täter keinen Zugriff gehabt.

Vodafone behauptet zwar, dass es für den Täter (oder andere, die vielleicht schon in den Besitz der Daten gelangt sind) kaum möglich sei, direkt auf die Bankkonten der Betroffenen zuzugreifen. Allerdings ist es ein leichtes, mit diesen Daten Identitätsdiebstahl zu betreiben und unter dem Namen von Betroffenen z.B. Waren einzukaufen oder sonstige Verträge abzuschließen.

Darüber hinaus könnte versucht werden, über zusätzliche Phishing-Attacken, zum Beispiel durch gefälschte E-Mails, weitere Daten wie Passwörter und Kreditkarteninformationen abzufragen. Vodafone rät seinen Kunden daher zu besonderer Vorsicht bei möglichen Telefon- oder E-Mail-Anfragen, in denen sie zur Herausgabe von persönlichen Informationen wie Passwörtern oder Kreditkartendaten aufgefordert werden. Vodafone stelle solche Anfragen grundsätzlich nicht.

Seien Sie also in den kommenden Monaten wachsam!

Seien sie egal wem gegenüber höchst vorsichtig, wenn es um die Herausgabe Ihrer Daten geht. Prüfen Sie ihre Kontoauszüge regelmäßig auf unberechtigte Abbuchungen und wenden Sie sich bei Verdacht sofort an ihre Bank.

Vodafone informiert derzeit die betroffenen Kunden per Brief. Auf einer extra bereitgestellten Webseite können Vodafone-Kunden aber bereits jetzt abfragen, ob sie von dem Datenklau betroffen sind. Dazu müssen Kontonummer und Bankleitzahl eingegeben werden. Die Abfrage ist noch durch eine sogenannte Captcha-Eingabe gesichert, um möglichst sicherzustellen, dass die Anfrage von einem Menschen abgeschickt wird und nicht automatisch von einer Software.

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